Elektromobilität: die Zukunft wird elektrisch

21.6.2021

Beim Thema der nachhaltigen Mobilität kommt man an heutzutage an Elektromobilität nicht mehr vorbei. Vor allem im PKW Bereich ist E-Mobilität eine umweltschonende Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die Jahr für Jahr mehr an Bedeutung und Beliebtheit gewinnt.

Was ist eigentlich Elektromobilität? (Und warum brauchen wir das?)

Elektrisch betriebene Autos erzeugen keine direkten CO2 Emissionen, was sie im Vergleich zum Verbrennungsmotor umweltfreundlicher macht. Vor allem, da der Verkehr in Deutschland rund 20% zu den Treibhausgasemissionen beiträgt, wovon rund 60% von PKWs kommen. Durch die Einsparung von fossilen Brennstoffen, wie Erdöl wird die Elektromobilität unseren Primärrohstoffbedarf mindern.

Ganz emissionsfrei sind Elektroautos aber nicht. In der Stromproduktion entstehen Schadstoffe und CO2 Emissionen. Das sorgt unter anderem dafür, dass Elektroautos von einigen Personen kritisch gesehen werden. Doch gerade im Fahrbetrieb wird dieser CO2 Nachteil abgebaut, bereits bei einer Fahrleistung von 50.000 bis 100.000 Kilometern.

Wo stehen wir aktuell?

Die Bundesregierung erwartet im Rahmen des "Nationalen Entwicklungsplans für Elektromobilität", dass in Deutschland bis 2022 1 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren werden. Aktuell gibt es über 70 Modelle deutscher Fahrzeughersteller, zusammen mit ausländischen Herstellern sind es über 140.

Stand Mai 2021 gibt es hier in Deutschland ca. 41.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte, wobei monatlich ungefähr 1.000 dazukommen. Ebenfalls im Mai haben die Elektroautos mit 26.786 Neuzulassungen 11,6% des Marktes ausgemacht und es gab dazu noch einen Anstieg von 3.000 gegenüber April.

Wie sieht die Zukunft der Elektromobilität aus?

Die größte Baustelle in der Elektromobilität ist die Ladeinfrastruktur. Stand Mai 2021 gibt es über 35.000 Normal- und 5.700 Schnellladepunkte in Deutschland. Deshalb werden sollen bis 2023 3,46 Milliarden Euro bereitgestellt werden, um die alternative Betankungsstruktur zu fördern. Das betrifft sowohl die öffentliche als auch die private Ladeinfrastruktur.

Doch wie sieht es mit dem Strom aus? Mittelfristig soll es keine größeren Stromprobleme geben, auch mit der immer größer werdenden Zahl an Elektroautos. Dennoch müssen neben dem Ausbau von Wind- und Photovoltaik Anlagen auch Speicherlösungen entwickelt werden. Die Strommengen, die durch den Atomausstieg 2022 und dem Kohleausstieg 2038 verloren gehen, müssen kompensiert werden. Im Zusammenhang mit dieser kommenden Energiewende entstehen einige Herausforderungen.

Ein bisher nicht angesprochenes Gebiet in der Elektromobilität ist der öffentliche Nahverkehr. Da dort großes Potenzial besteht, fördert die BMU seit 2018 die Einführung von Elektrobussen. So will auch die BVG ihre Busse elektrisch machen. Bis 2030 sollen dort alle Busse von Batterien betrieben werden. Mehr über die Zukunftsaussichten der BVG in Sachen emissionsfreien Nahverkehr kann in diesem Artikel des Tagesspiegel vom 17.06.2021 nachgelesen werden.

Zusammenfassung

Elektromobilität wird immer beliebter, da elektrisch betriebene Autos keine direkten CO2 Emissionen erzeugen und somit umweltfreundlicher als Verbrenner sind. Komplett Emissionsfrei sind E Autos nicht, da die Stromproduktion Emissionen erzeugt. Dieser CO2 Nachteil wird aber im Fahrbetrieb abgebaut.

Aktuell erwartet die Bundesregierung, dass in Deutschland bis 2022 1 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren werden. Stand Mai 2021 gibt es in Deutschland ca. 41.000 öffentliche Ladepunkte.

Auch mit den steigenden Zahlen an Elektroautos soll es mittelfristig keine größeren Stromprobleme geben. Trotzdem müssen neben dem Ausbau von Wind- und Photovoltaik Anlagen auch Speicherlösungen entwickelt werden. Vor allem im Zusammenhang mit der kommenden Energiewende entstehen einige Herausforderungen, da verlorengegangene Strommengen durch den Atomausstieg 2022 und dem Kohleausstieg 2038 kompensiert werden müssen.

Auch der öffentliche Nahverkehr will in Zukunft elektrisch werden. Die BVG will z.B. alle Busse bis 2030 mit Batterien betreiben lassen.